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1. Korrelationsfunktionen
Einer der ersten Ansätze zur Bestimmung der besten Zeitverzögerung
war es die lineare Autokorrelationsfunktion
A(t) zu benutzen, um eine Unabhängigkeit der Komponenten in
Gleichung 2.14 zu erreichen.
Für eine zeitdiskrete Meßserie x(k) mit N Meßzeitpunkten ergibt sich die
Autokorrelationsfunktion mit der diskreten Zeitverschiebung T zu (1):
| A(T) | = | ![]() |
(17) |
| = | ![]() |
(18) |
Die Wahl von
Allgemeingültigkeit hat jedoch Shannons Theorie der Transinformation ,
die in ihrer Aussage nicht auf lineare Signale beschränkt ist. Die
Transinformation
I(ai, bj) zwischen einer Messung ai, die aus der Menge
stammt und einer Messung bj, die aus einer Menge
stammt ist die Menge an Information, die durch
Kenntnis von ai über bj erlangt wird (1).
Gemessen in Bit ergibt sich die Formel
![]() |
(19) |
wobei PAB(a,b) die gemeinsame Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Messungen A und B ist. PA(a) und PB(b) sind jeweils die Einzelwahrscheinlichkeiten für die Messungen A und B. Sind die zwei Messungen ai und bj vollständig unabhängig voneinander, so wird PAB(a,b) gemäß der Rechenregeln der Stochastik zu PAB(a,b)=PA(a)PB(b) und die Transinformation zwischen den beiden Messungen wird zu Null. Für abhängige Messungen gilt entsprechend PAB(a,b)<PA(a)PB(b). Das Mittel über alle Meßwerte ergibt die durchschnittliche Transinformation IAB zwischen den Messungen A und B, wobei die einzelnen Informationen mit ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit PAB(ai,bj) normiert werden.
![]() |
(20) |
Diese Funktion stellt eine Aussage über theoretische Mengen dar und ist
nicht an eine bestimmte Art von Meßwerten oder ihnen zu Grunde
liegende Prozesse gebunden. Darum ist sie besonders zur
Beurteilung der Unabhängigkeit von Meßwerten geeignet, deren Ursprung
nicht genauer bestimmt ist.
Angewandt auf eine Menge A von Meßwerten x(k) und die
zeitverschobene Version B der Meßwerte x(k+T) ergibt sich die
Transinformation I(T), die aussagt wieviel über die Zeitverschobene
aus ihrer Originalserie gelernt werden kann, zu:
Wie Gallager6 zeigte gilt
Praktisch werden die Wahrscheinlichkeiten, die zur Berechnung der Transinformation nötig sind aus Histogrammen der Observablen berechnet. Dabei stellen sich natürlich weitere Fragen, wie zum Beispiel die nach der optimalen Wahl der Skalierung des Histogramms und die aktuelle Berechnung der Transinformation, auf die in einem spätere Teil dieser Arbeit eingegangen wird (siehe 6.1.1).
Footnotes
- ... Gallager6
- R.G. Gallager: Information and Reliable Communication. John Wiley and Sons, New York 1968
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![$\displaystyle \sum_{k=1}^{N} [x(k) - \bar x][x(k+T) - \bar x]$](diplomarbeit/diplo/img78.gif)

![\begin{displaymath}I(a_{i}, b_{j}) = \log_{2} \left[ \frac{P_{AB}(a_{i}, b_{j})}{P_{A}(a_{i})P_{B}(b_{j})} \right] \end{displaymath}](diplomarbeit/diplo/img83.gif)
![\begin{displaymath}I_{AB} = \sum_{a_{i},b_{j}} P_{AB}(a_{i}, b_{j}) \log_{2} \left[ \frac{P_{AB}(a_{i}, b_{j})}{P_{A}(a_{i})P_{B}(b_{j})} \right] \end{displaymath}](diplomarbeit/diplo/img84.gif)
![\begin{displaymath} I(T) = \sum_{x(k),x(k+T)} P(x(k),x(k+T))\log_{2} \left[ \frac{P(x(k),x(k+T))}{P(x(k)) P(x(k+T))} \right]. \end{displaymath}](diplomarbeit/diplo/img85.gif)