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1. Phasenraumdarstellung dynamischer Systeme
Grundlage zur Untersuchung der räumlichen Korrelation von Meßwerten stellt die Phasenraumdarstellung dar.
Der Phasenraum wird definiert durch die Menge aller
Zustände, in denen sich ein System befinden kann. Im Allgemeinen ist
dies eine Mannigfaltigkeit
,
oft eine Teilmenge des
.
Die Gleichung 2.1 beschreibt das Verhalten
des Systems im Phasenraum und mit
| (6) |
wird das Vektorfeld v(X) definiert. Dieses Vektorfeld erzeugt den Fluß
| (X,t) | (7) |
Als Flußabbildung
| X | (8) |
bezeichnet. Wenn
| (9) |
Um das Verhalten von Punkten, die sich in unmittelbarer Umgebung einer
von
ausgehenden Trajektorie befinden, zu
untersuchen betrachtet man die Jacobi Matrix. Sie stellt die
Matrix der partiellen Ableitungen des Vektorfeldes v dar.
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(10) |
Die Jacobi-Matrix
| (11) |
Häufig zeigen Trajektorien dynamischer Systeme, die von einem Punkt
ausgehen ein transientes Verhalten, dem asymptotisch
ein Schwingungsendzustand, ein sogenannter Attraktor folgt. Als
Attraktor
wird nun diejenige Grenzmenge bezeichnet, auf
die eine Menge von verschiedenen Anfangswerten
für
zulaufen, d.h. wenn gilt (22):
- 1.
- Die Menge
ist invariant unter dem Fluß,
d.h.
- 2.
-
hat eine anziehende Umgebung
,
so daß
- 3.
-
kann nicht in invariante Untermengen zerteilt
werden.
Attraktoren können zum einen geschlossene Kurven, sogenannte
periodische Orbits sein, für die gilt, daß es zu jedem Punkt X auf
dem Attraktor eine Zeit t0 gibt, so daß gilt:
| = | x | ||
| (12) |
Zum anderen gibt es Attraktoren, die eine sehr komplizierte, fraktale Struktur aufweisen. Diese sogenannten seltsamen Attraktoren sind wesentliches Merkmal der Chaostheorie und sollen im weiteren Verlauf dieser Arbeit Gegenstand der Betrachtung sein.
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